Der SV Bosporus Coburg 1970 e. V. zählt zu den ältesten türkischen Sportvereinen in Europa, die außerhalb der Türkei gegründet wurden: Im Jahr 1969/70 gründeten junge türkische Gastarbeiter und Studierende in Coburg den Verein – zunächst eher als soziales Netzwerk und sportliche Heimat, ohne offizielle Anmeldung beim Verband, sodass die erste Saison ohne Punktspiele blieb.
Erst Anfang der 1990er setzte der SV Bosporus sportlich Zeichen: Nach einem Durchmarsch durch die untersten Klassen gelang 1992 der Aufstieg in die Bezirksliga. In dieser Zeit entstand eine regelrechte „Bosporus-Hysterie“ – Spiele mit bundesligareifen Besucherzahlen und mediale Aufmerksamkeit insbesondere in türkischen Zeitungen. Die damaligen Vereinsfunktionäre Levent Demirezen und Ali Gündüz waren bereits in die Spielerkulisse integriert –heute zählen sie zu den Vereinsgremien.
Nach einem Abstieg bis in die A Klasse Anfang der 90er Entscheidungen kamen Mitte der 2010er neue Impulse: Der entscheidende Schritt war 2013 der Kauf des ehemaligen DVV-Sportgeländes am Hinteren Floßanger, mittlerweile Crytek-Sportanlage. Dieser Traum vom eigenen Vereinsgelände wurde damit nach 43 Jahren Wirklichkeit und markierte den Neustart.
Ein ambitionierter Fünfjahresplan brachte den Wiederaufstieg: Nach zwei Jahren in der Kreisklasse und zuvor der A-Klasse kehrte der SV Bosporus 2015 zurück in die Bezirksliga – nach über 20 Jahren Wartezeit. Der Erfolg in der Kreisklasse 3 2025 als ungeschlagener Meister war ein weiterer Meilenstein und bedeutete erneut den Aufstieg in die Kreisliga
Unsere Vereinsfarben sind rot weiß, seit der Gründung 1970 gibt es zwei Herren-Teams.